Bremse / Bremsanlage
Die Bremse gehört zu den technischen Systemen eines jeden Kraftfahrzeuges. Sie dient zur Verhinderung und Verzögerung von Rollbewegungen. Im Zusammenhang mit ihren Ausführungseinrichtungen wird in Fachkreisen auch der Begriff Bremsanlage verwendet . Vom Prinzip her ist die Bremse nach Funktion und Arbeitsweise eine Schaltkupplung mit einem starren und feststehenden Gegenstück. Durch neue Methoden kann die Bewegungsenergie, die durch Reibung oder Wärme entsteht, umgewandelt und zurück gewonnen werden.
Es gibt drei Bremssysteme, die Betriebsbremse (hydraulisch betätigte Bremse, Druckluft-bremse), die Dauerbremse und die Feststellbremse. Die meisten Fahrzeuge verfügen über zwei verschiedene Bremssysteme. Meistens kommen eine Betriebsbremse und eine Feststell-bremse zum Einsatz. Als Ergänzung kann die Motorbremse genannt werden, sie wird bei Kraftfahrzeugen mit Schaltgetriebe eingesetzt. Der Einsatz ist aber zu bedenken, da sie die Arbeitsweise und Funktionsweise von Kupplungsspiel und Motorgetriebe nachteilig belasten.
Durch Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sind Bremssysteme von Kraftfahrzeugen immer überdimensioniert. Durch den Vergleich zwischen Brems- und Motorleistung kann dies überprüft werden. Die maximale Bremsverzögerung wird beeinflusst durch die Reifenhaftung auf dem Boden. Einflussfaktoren für die Haftung sind witterungs- und fahrbahnabhängig. Ist kein ABS (Anti-Blockier-System) vorhanden welches die Bremsstärke regelt, dann wird die Haftreibungsgrenze überschritten. Die Folge ist das Blockieren der Räder und das Fahrzeug beginnt zu Rutschen. Durch Tests ist es erwiesen, dass das Fahrzeug bei Gleitreibung ungefähr 15% schlechter abgebremst wird im Vergleich zum Einsatz eines Antiblockiersystems.
